November: Präsentiere dich deinem Publikum, führe auf der Bühne!
Nicht jeder ist für die große Bühne gemacht. So lautet zumindest eine alte Volksweisheit.
- Aber ist das denn so?
- Hat jeder von uns schon mal ein eigenes Publikum und eine Bühne ausprobiert?
- Wie hat sich das angefühlt?
- Hast du es genossen oder wolltest du nichts wie weg?
- Vielleicht war es dann nicht das richtige Publikum und nicht deine Bühne?
- Was ist denn im Nachgang passiert?
Wieso stelle ich heute überhaupt all diese Fragen (und damit stelle ich schon wieder eine Frage)?
Ich verrate es dir: Weil du dir selbst diese Fragen beantworten musst, um auch unter diesem Aspekt in Führung zu gehen und in Führung zu bleiben: Mit deinem Publikum, das dich weiterbringt, und auf deiner Bühne, die dich sichtbar macht.
Dieses Monatsthema vertiefe ich in diesem Blogtext.
Noch mehr Input und wertvolle Erfahrungsberichte von führenden Persönlichkeiten findest du in meiner neuen Podcastfolge oder dem folgenden TALK
Sichtbarkeit auf der Bühne – authentisch und professionell vor Publikum
Sowohl im Business als auch im Sport ist es für die Führenden wichtig, sichtbar zu sein und die eigenen Stakeholder zu bedienen. Was genau ich damit meine, wird dir im Laufe dieses Blogtextes klar werden. Im Prinzip geht es um zwei Teilbereiche: Sichtbarkeit auf der Bühne sowie authentisches und professionelles Auftreten vor Publikum. Anders als viele glauben, ist einem das nicht vollumfassend in die Wiege gelegt worden, sondern es bedarf harter Arbeit an sich selbst.
Ein Beispiel: Wir alle können den Fußballer zwar verstehen, der nach einem verlorenen Spiel die Journalisten anmault, doch keiner von uns heißt dieses Verhalten gut. Es wird das Bild prägen, das wir von diesem Spieler haben, es wird ihn Sympathien, Glaubwürdigkeit und Unterstützer kosten. Das wäre vermeidbar gewesen – beispielsweise mit einem professionellen Coach an seiner Seite.
Im Business gilt es deshalb zu überlegen:
- Wen brauchst du als Publikum in deiner Rolle als Führungskraft?
- Für wen solltest du sichtbar sein?
- Und welche Bühne ist dafür die richtige für dich?
- Die richtige Bühne, um authentisch zu sein und zeigen zu können, was du drauf hast?
Ähnliche Fragen stellen sich natürlich auch, um im Sport in Führung zu gehen und in Führung zu bleiben. Das Publikum des Sportlers ist ein Leistungsanreiz und schafft gleichzeitig Atmosphäre. Und nicht umsonst gibt es bei Sportevents oft einen VIP Bereich nach dem Motto: Sehen und gesehen werden.
Das bedeutet nicht, dass du dein vertrautes Terrain verlassen sollst, im Gegenteil. Es bedeutet vielmehr, deine Komfortzone zu erweitern und dich auf Publikum und Bühne einzulassen, um weiterzukommen.
Was haben Publikum und Bühne in Business und Sport gemein?
Wie du es aus meinen Blogbeiträgen der letzten Monate gewohnt bist, vergleichen wir nun die Parallelen von Business und Sport – natürlich dieses Mal zum Monatsthema „Publikum und Bühne“. Dabei unterscheiden wir zeitlich zwei Phasen: In Führung gehen und in Führung bleiben.
Mit den passenden Stakeholdern in Führung gehen
Ich habe drei Tipps für dich, wie du deine Erfahrungen aus Business oder Sport im jeweils anderen Bereich nutzen kannst, um in Führung zu gehen:
1. Als Sportler machst du dir bewusst, dass du im Rampenlicht stehst. Fühle dich dabei wohl und nutze die Scheinwerfer. So auch im Business: Entdecke deine wichtigsten Stakeholder, die dich weiterbringen oder dir eine Bühne geben. Wen musst du im Business worüber und wie ausführlich informieren?
Dafür kann dir diese Stakeholder-Matrix helfen:
2. Im Business bist du es gewohnt, wirkungsvoll zu präsentieren, den Dialog zu schaffen und anhaltende Erlebnisse zu schaffen. Auch bei diesen Herausforderungen kannst du dich coachen lassen, um noch besser zu werden. Ich verlinke dir hier außerdem einen hervorragenden Beitrag des Wochenspiegels zu diesem Aspekt der Führung: Präsentation heißt, ein Geschenk machen. Angewandt auf den Sport bedeutet dies, dass du dein Publikum unterhältst, bewusst dessen Nähe suchst und ihm Exklusivität gewährst.
3. Sportler wissen: Ich bin ein Vorbild, auch wenn ich gerade nicht im sportlichen Umfeld unterwegs bin. Auch im Business solltest du dir dessen bewusst sein und dich fragen: Mit wem umgibst du dich? Wer ist mit dir auf der Bühne? Wer ist dein Team oder Top-Management?
Genau dazu habe ich eine sehr inspirierende Podcastfolge mit einem erfolgreichen DJ und gleichzeitig Toptalent bei Bosch für dich.
Beherzigst du diese drei Tipps und kannst deine Synergien nutzen, bewegst du dich wie auf einer Kommunikationslandkarte. Der Stakeholder-Ansatz kann dir dabei sehr nützlich sein. Insgesamt dreht sich dein Erfolg in Führung zu gehen aber vor allem darum: Suche den zielorientierten Dialog.
Dein Selbstmarketing, um in Führung zu bleiben
Bist du bereits in Führung gegangen, hast du dich mit deinem Publikum bereits bekannt gemacht und auf deiner Bühne orientiert. Nun habe ich drei weitere Tipps für dich, um Parallelen zwischen Business und Sport zu nutzen:
1. Im Business gilt es nun, markant und einzigartig zu bleiben. Lade deine Marke, also auch dein Produkt oder deine Dienstleistung, immer wieder auf und bespiele sie auf verschiedenen Bühnen. Der Sportler vergewissert sich in diesem Sinne, wo sein Fan Club ist. Wer zeigt sich auf deinen Veranstaltungen ganz bewusst mit passender Kleidung, Schal oder Logo? Werde diesem Publikum gerecht.
2. In Sport sowie im Business ist es wichtig, aktive Erholungsphasen einzuplanen – auch von deinem Publikum und von der Bühne. Stattdessen kannst du in dieser Zeit den Teamerfolg zeigen und dass jeder Einzelne zu deinem und zum Gesamterfolg beiträgt.
3. Frage dein Publikum konkret nach Feedback: Was war gut und was sollst du verbessern? Im Business passiert dies manchmal sogar im Rahmen von Meetings. Aber auch im Sport solltest du zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um genau dieses Feedback von deinem Publikum einzuholen.
Es geht also auch um dein Selbstmarketing, um in Führung zu bleiben. Erzähle Geschichten, begeistere dein Publikum – und sei dir im Klaren, welche Geschichten über dich erzählt werden. Auch dazu gebe ich dir noch einen passenden Blogbeitrag von mir mit auf den Weg: Wie du in der Kommunikation mit anderen begeisterst.
Fazit: Führe und Fühle dein Publikum und deine Bühne
Es lohnt sich für dich als Führungskraft, den Schritt vor das Publikum und auf die Bühne zu wagen. Tausche nur mal einen Buchstaben in „Führen“ aus: Fühle dein Publikum und deine Bühne. Fühle dich wohl damit, oben zu stehen und vorne zu sein – und nutze die Möglichkeiten, die sich dir von dort aus bieten. Dann hast du einen großen Schritt getan, um in Führung gehen und in Führung bleiben.